Kirchenkreis Moers. Rund 50 junge Ehrenamtliche aus den evangelischen Kirchengemeinden zwischen Alpen und Rheinhausen kamen vor Kurzem in Moers-Scherpenberg zur 40. Konferenz der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Moers (KEJM) zusammen.
Unter der Leitfrage „Wofür steht die evangelische Jugend?“ setzten sich die Teilnehmenden in verschiedenen Workshops mit ihren persönlichen Wertvorstellungen auseinander und überlegten, wie sie diese im Alltag sichtbar machen können.
„Unsere Jugendlichen treten klar für demokratische Werte, Chancengleichheit, Vielfalt, Inklusion, Klimagerechtigkeit, Queerness und ein respektvolles Miteinander ein“, berichtet Kira Vogel, Kinder- und Jugendreferentin im Kirchenkreis. „Gleichzeitig erleben viele von ihnen im Alltag, dass ihnen nicht überall Verständnis begegnet. Deshalb war es wichtig, Räume zu schaffen, in denen sie sich gegenseitig stärken und lernen konnten, ihre Haltung selbstbewusst zu vertreten.“
Nach den intensiven Workshop-Phasen konnte der Tag bei einem gemeinsamen Essen ausklingen – gefolgt von einem Konzert des Jugendensembles Bahtalo. Das Ensemble ist ein transkulturelles Kooperationsprojekt des Runden Tisches „Offenes Rheinhausen“, des Kommunalen Integrationszentrums, der Evangelischen Emmauskirchengemeinde, des KOM’MA-Theaters, art@work und des Jungen Ensemble Ruhr. Die Künstlerinnen und Künstler bringen persönliche Lebensgeschichten von Menschen mit Zuwanderungshintergrund auf die Bühne.
„Das Thema des Projekts passte hervorragend zur Konferenz. Zwischen den Jugendlichen und den Musikerinnen und Musikern entwickelten sich viele spannende Gespräche“, freut sich Kira Vogel über die gelungene Veranstaltung und das positive Feedback der Teilnehmenden.
Die KEJM wird seit vier Jahrzehnten traditionell am 1. November abgehalten. Sie bietet jungen Menschen aus dem Kirchenkreis die Möglichkeit, ihre Anliegen einzubringen, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Ideen für die Jugendarbeit zu entwickeln.