Zusammenfassung der Gemeinde-Umfrage

Kontinuierlich machen wir uns intensiv Gedanken über unsere Gemeinde und deren Zukunft. Uns ist dabei besonders wichtig die Gedanken und Meinungen ihrer BesucherInnen genauer kennenzulernen, sowie Anregungen und Wünsche zu erhalten.

Im Zeitraum von März bis September 2021 haben wir unsere Gemeindemitglieder und alle Interessierten eingeladen an unserer Umfrage teilzunehmen. Die Beantwortung der Fragen war per Einleger im Gemeindebrief und digital per Online-Formular möglich. Im Folgenden nun die Ergebnisse dieser Umfrage.

 

Angaben zur Person

52 Personen haben an der Umfrage teilgenommen, das entspricht 2,5% aller Gemeindemitglieder. • Alle Altersgruppen sind gut vertreten. Die Hälfte d.B. (der Befragten) ist 41-60 oder 61-79 Jahre alt. Diese beiden machen die größten Altersgruppen aus. • Rund ¾ d.B. sind weiblich, ¼ sind männlich. • 50% d.B. sind verheiratet, je knapp 20% sind ledig oder verwitwet. • ⅔ d.B. haben Kinder. Die meisten Kinder im Hausstand sind älter als 21 Jahre alt. Je knapp 30% d.B. haben Kinder im Alter von 6-14 oder 14-18 Jahren im Hausstand.

 

Gottesdienst meiner Gemeinde

Die Mehrheit d.B. besucht weniger als 6x im Jahr unsere Gottesdienste. Jedoch besuchen auch viele den Gottesdienst mindestens 14-tägig. • Nur 6% d.B. gaben an, dass sie Gottesdienste nicht anlassbezogen (Festtage oder Kasualien) besuchen. • 20% d.B. gaben an, Gottesdienste anderer Gemeinden zu besuchen. • 90% d.B. gaben an, dass sie der Gottesdienst mindestens in Teilen anspricht. 10% spricht der Gottesdienst nicht an. Inhaltlich sprechen Themen, Texte, Lieder und Musik nahezu gleichermaßen an. • ¼ d.B. finden den Gottesdienst zu lang. Der Rest findet die Länge angemessen. • Rund die Hälfte d.B. findet den Zeitpunkt sonntags um 9.30 Uhr ok. Der anderen Hälfte würde später am Sonntag oder abends in der Woche besser passen. • Als Wunsch wurde von einigen geäußert, Zeitpunkt und Inhalte mehr zu variieren. • Ein wöchentlicher Gottesdienst wird von d.B. einem 14-täglichen Gottesdienst vorgezogen. • ¾ d.B. besuchten die Online-Gottesdienste immer oder teilweise. • ⅓ d.B. möchten, dass Gottesdienste angeboten werden, die auf die Besuchergruppen (Familie, Jugend, Kinder, Frauen, Männer etc.) zugeschnitten sind. • Laut d.B. wird ein Gottesdienst attraktiv durch: Bezug zur heutigen Zeit, Bezug zum aktuellen Leben, Möglichkeit sich selbst einbringen zu können, Vielfalt in Musik und Text, positive Stimmung, einfachere Liturgie, perspektivische Berücksichtigung aller Lebensstände. (Reihenfolge nach Häufigkeit der Nennung.)

 

Angebote meiner Gemeinde

Fast ¾ d.B. gaben an, die Angebote/Veranstaltungen zu kennen und sich über diese zu informieren. • Rund 80% d.B. informieren sich mittels Gemeindebrief, welcher ihnen zudem gut gefällt. Die anderen 20% konnten beidem nur zum Teil zustimmen. • Die Anregungen zum Gemeindebrief gingen auseinander: Eine Stimme fordert größere Schrift, eine andere meint, es ist zu viel Inhalt für Seniorinnen und Senioren enthalten. • Knapp ¾ d.B. informieren sich mindestens teilweise mittels Internetauftritt, welcher den meisten zudem gut gefällt. • Zum Internetauftritt wurde mehrfach angeregt die haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, die Seite „Wir über uns“, sowie die Organe und Gremien präsenter darzustellen. • Die Hälfte d.B. informiert sich mindestens teilweise mittels sozialer Medien. Es wurde der Wunsch geäußert, die Nutzung von örtlichen Internetplattformen auszubauen. • Die Befragten würden gerne per E-Mail-Newsletter, Gemeindebrief, persönlich, WhatsApp, Schaukasten, RSS-Feed und Online-Gesprächsrunden informiert werden. (Reihenfolge nach Häufigkeit der Nennung.) • Es wurde darum gebeten, in Druck und Web noch mehr auf eine gerechte Sprache zu achten und das generische Maskulinum nicht zu nutzen. Zudem wurde angeregt kenntlich zu machen, welche Angebote so offen sind, dass die Schwelle für neue BesucherInnen möglichst niedrig ist. Darüber hinaus sollten mehr Veranstaltungen für Berufstätige angeboten werden.

 

Mein Gemeindeleben

Fast ¾ d.B. fühlen sich mit der Gemeinde verbunden. ¼ fühlt sich teilweise verbunden. • Die Befragten geben an, dass ihnen die aktuellen Themen der Gemeinde bekannt (40%) bzw. teilweise bekannt sind (50%). 10% d.B. sind sie nicht bekannt. • Von den Befragten wurde angeregt, über aktuelle Themen proaktiver auf dem Laufenden gehalten zu werden. • Nur 6% d.B. gaben an, die Angebote und Veranstaltungen der Gemeinde nicht zu besuchen. • Wünsche sind: Mehr Angebote für Jugendliche und Mid-Ager, Kirchencafé nach jedem Gottesdienst, Bibelkreis und Gesprächsrunden, monatliche Berichte aus dem Presbyterium auf der Internetseite. • Den Befragten gefällt an der Gemeinde: Zusammensein, Angebote für alle Altersgruppen, persönliche Kontakte, Zusammenhalt, Kinder- und Jugendangebote, Seniorenangebote, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Mitarbeiter, Kontakterhalt während Pandemie. (Reihenfolge nach Häufigkeit der Nennung.) • Den Befragten gefällt an der Gemeinde nicht: fehlende Angebotsvielfalt für 30- bis 40-jährige, teilweise zu konservativ, zu verschlossen, geringe Einladung zum Mitmachen, Selbstbezogenheit, Kürzung der Pfarrstelle, Unfreundlichkeit, Gottesdienst zu früh. (Reihenfolge nach Häufigkeit der Nennung.) • Die Gemeinde sollte sich verbessern bei: Vision/Konzeption besser leben, Kontinuität und Veränderung vereinen, auf das Wesentliche konzentrieren, Angebote für Mädchen, Öffentlichkeitsarbeit, Sa. und So. Mittagessen, Generationenvereinigung, Familienfreundlichkeit. • Die Gemeinde soll für ein besonderes Thema/Leitmotiv stehen, sagen ⅓ d.B.. Ein weiteres Drittel stimmt dem zumindest in Teilen zu. Thema/Leitmotiv könnten sein: Menschlichkeit, Respekt, Solidarität, Jugend, Vielfalt, Kirche für Jung & Alt, Offenheit, soziale Gerechtigkeit, christlich fundiert, Mitmenschlichkeit, Gemeinschaft. • Rund ⅓ d.B. wirkt gerne an der Entwicklung/Gestaltung der Gemeinde mit und ca. ebenso viele sind bereit aktiv/ehrenamtlich mitzugestalten. • Die Vorstellungen über einen zeitlichen Beitrag sind breit gefächert und liegen umgerechnet zwischen 0,5 und 6 Std./Woche. • Erlebbarkeit von Gemeindeleben vor Ort ist fast allen Befragten wichtig. Ebenso sind Kirche und Gemeindezentrum fast allen wichtig. • 59% d.B. halten Kooperationen mit Nachbargemeinden für sinnvoll und zeitgemäß. 27% können dem nur zum Teil zustimmen und 14% stimmen dem nicht zu. • Gemeinde und Kirche bedeutet den Befragten: Heimat, Gemeinschaft, Gefühl von Familie, Mittelpunkt, Kindheit und Jugend, Entwicklungsprägung, lernen und mitnehmen, Besinnung, Geborgenheit, Halt/Anker, sinnstiftende Freizeitgestaltung, Treffpunkt, Bereicherung, die gute Tat. Leider bedeutet es für einige Befragte aber auch negative Dinge: verletzende Erfahrungen, wenig Anschluss/Beachtung. • Die Befragten sehen die Zukunft der Gemeinde/Kirche: kritisch, mit Furcht, Gefahr des Zerfalls, hoffnungslos, die Jüngeren verlierend, wenig lebendig, schrumpfend, bedrückend. Aber auch: aktiv präsent, Anlaufstelle für Jung und Alt, lebendig, gut vernetzt mit ihren Nachbargemeinden, furchtlos, Chancen nutzend, hoffnungsvoll, neue Wege versuchend. Eine/r d.B. schrieb: „Wir werden mehr selbst machen müssen, WIR sind Gemeinde/Kirche.“

 

Wir danken allen Befragten herzlich für die investierte Zeit! Wir werden die Ergebnisse der Umfrage bei zukünftigen Entscheidungen mit einfließen lassen. Und auch abseits der Umfrage freuen wir uns weiterhin über konstruktives Feedback per Telefon, E-Mail oder persönlich.

Ihr/Euer Presbyterium