Ökumene in Scherpenberg – ein großer Schritt aufeinander zu

In Scherpenberg liegen, für jeden und jede gut sichtbar, die evangelische Kirchengemeinde und die katholische Gemeinde St. Konrad direkt nebeneinander. Schon lange gibt es eine gut funktionierende Freundschaft zwischen beiden Gemeinden, die sich zum Beispiel in ökumenischen Gottesdiensten zur Einschulung, am Pfingstmontag oder zum Buß- und Bettag äußert. 

Sparmaßnahmen und rückläufige Kirchenbesucherzahlen führen dazu, dass die katholische Nachbargemeinde ihr Gemeindezentrum aufgeben muss. Da auch die evangelische Seite zu Sparmaßnahmen gezwungen ist, haben sich beide Gemeinden dazu entschieden, das evangelische Gemeindezentrum gemeinsam zu nutzen. Eine sehr gute Lösung für beide Seiten. Nicht nur, dass so die katholische Gemeinde Räumlichkeiten für ihre Angebote hat und die evangelische Gemeinde von der finanziellen Unterstützung profitiert, sondern auch, dass so beide Gemeinden enger zusammenwachsen und sich gegenseitig bereichern können. 

Zur genauen Planung von Kosten und zur Ausarbeitung von Verträgen hat sich ein Team gebildet, das aus Vertretern beider Gemeinden besteht. Die Zusammenarbeit in diesem Team ist geprägt von gegenseitiger Achtung und Respekt, so dass alle an diesem Projekt Beteiligten sehr positiv in die Zukunft dieser Zusammenarbeit blicken. Man ist sich einig darüber, dass diese gemeinsame Nutzung eines Gemeindehauses keine „Notlösungsökumene“ sein soll, sondern ein großer Schritt aufeinander zu, damit in Scherpenberg die Teilnahme an christlichen Angeboten und gemeinsames christliches Erleben, egal welcher Konfession, weiterhin gut möglich ist.

In Ergänzung zu den oben geschilderten Aktionen geht es mit den Überlegungen zur Nutzung der Fläche von St. Konrad weiter. Wie im letzten Pfarreiratsprotokoll beschrieben, fand am 8. September ein Kolloquium zur Grundstücksentwicklung Konradkirche statt. In einem Architekten-/Investorenwettbewerb werden Architekten mit Entwürfen des „Konrad Carreé“ beauftragt.

Die Bewertung der Vorschläge ist für Anfang März 2022 terminiert. Zur bestmöglichen Nutzung der Fläche ist der Abriss des Pfarrhauses und des Bruder-Konrad Hauses gedacht und ein Gebäudekomplex passend zur städtebaulichen Umgebung in Absprache zwischen Gemeinde, Stadt und Denkmalsamt und inkl. eines Gottesdienstraumes geplant. Die Kirche bleibt erhalten und wird in die Gesamtnutzungsplanung einbezogen.

Modell vom Grundstück St. Konrad