Gemeinsam statt einsam

"Getrennt und doch zusammen" hieß es lange genug! Langsam erwacht das Leben in der Gemeinde wieder! Außer den Gottesdiensten am Sonntag hoffen wir auf viele unterschiedliche Veranstaltungen im Gemeindezentrum und auf ein buntes Gemeindeleben. Trotz steigender Inzidenzzahlen und damit verbundener Einschränkungen, trotz unserer Erfahrungen mit Krankheit und Verunsicherung, möchten wir nach vorne schauen.

Wie geht das besser als in echten Begegnungen ohne technische Einrichtungen aller Art zwischen uns? Sie waren sehr hilfreich, um in Kontakt zu bleiben, aber der direkte Austausch und vor allem die Berührung mit Menschen sind ungleich intensiver und wichtiger. Nur dadurch fühlen wir uns als soziale Wesen angenommen und eingebunden in die Gemeinschaft, nicht mehr einsam und auf unser begrenztes Privatumfeld eingeengt.

Gemeinsam statt einsamCorona hat Lücken in unseren Alltag geschlagen, die sich mit der Zeit wieder gefüllt haben, frei nach dem Motto: Das Leben muss ja weitergehen. Im Gemeindehaus wurde es zwangsläufig sehr still, und nun fragen wir Haupt- und Ehrenamtlichen uns gespannt: Wer kommt wieder zurück, wer entdeckt die Angebote in der Gemeinde für sich? Welche Bedürfnisse haben die Menschen, was hat sich verändert in der langen Zeit der Trennung?

Veränderungen bestimmen unser menschliches Leben, aber unter Corona wurde uns sehr bewusst, wie unterschiedlich wir damit umgehen. Mancher hatte wenige Schwierigkeiten, sich auf die Einschränkungen einzustellen, für manche brach regelrecht die Welt zusammen. Wir alle haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse, aber alle brauchen wir den unmittelbaren Kontakt zu Menschen, die uns verstehen, die sich uns zuwenden. Nur in der Begleitung und in der gegenseitigen Unterstützung sind wir in der Lage, auch tiefgreifende Veränderungen in unserem Leben auszuhalten. Wir helfen uns, sie nicht nur zu ertragen, sondern sie miteinander zu tragen und zu gestalten. Gemeinsam statt einsam können wir vieles schaffen.

In einer Gemeinschaft unterschiedlicher Menschen findet Jede/r ihren und seinen Platz. So soll das auch in unserem Gemeindeleben sein, bunt und vielfältig, damit für jede/n etwas dabei ist. Suchen Sie Ihren Platz in der Gemeinde, in den verschiedenen Gruppen und Veranstaltungen, bereichern Sie sich und alle anderen durch Ihren Anteil an und in der Gemeinschaft.

Wir freuen uns auf Sie alle!

Ihre Küsterin
Ulrike Kehrein