Neu in der Gemeinde: Pfarrer Pohl

Pfarrer Ulrich PohlLiebe Gemeinde,

in der rheinischen Landeskirche gibt es seit einigen Jahren die Möglichkeit, dass eine Gemeinde ihre Pfarrstelle nicht gleich neu besetzt. Wenn der bisherige Pfarrer geht, nimmt sie erst einmal eine Auszeit und nutzt sie, um zu überlegen: Wie soll es weitergehen? 

Ein „Pastor im Übergang“ – das ist meine genaue Amtsbezeichnung – ist dazu da, einer Gemeinde solch eine Auszeit zu ermöglichen. Der Pastor im Übergang tut in der Gemeinde alles, was auch ein Pfarrer tut: Er predigt, tauft, unterrichtet die Konfirmanden, beerdigt die Verstorbenen und traut die Brautpaare. Im November und Dezember tun wir das noch zu zweit, dann geht Pfarrer Gres in den Ruhestand. 

Da es mittlerweile nicht mehr so einfach ist, dass jede Gemeinde einen Pfarrer bekommt, wird sich mein Dienst teilen: Mit einer Hälfte bin ich in der Gemeinde Schwafheim und mit der anderen Hälfte bei Ihnen in Scherpenberg. Das bedeutet natürlich, dass man in beiden Gemeinden nur das Allernötigste machen kann. Vieles, was bisher ging, weil ein „voller“ Pfarrer in Ihrer Gemeinde war, wird zukünftig nicht mehr möglich sein. Von manchem wird die Gemeinde Abschied nehmen müssen. Aber vielleicht wächst in der Zeit des Übergangs der Mut, das lebendige Gemeindeleben in Scherpenberg weiterzuführen, auch mit „halbem Pfarrer“. Probieren wir zusammen, ob das möglich ist! Bewerben darf sich der Pastor im Übergang übrigens nicht. Nach spätestens zwei Jahren ist seine Zeit in der jeweiligen Gemeinde zu Ende. Dann geht er woanders hin.

Zu meiner Person das Wichtigste in Kürze: Ich bin 59 Jahre alt, war in Aachen 13 Jahre Gemeindepfarrer und danach 12 Jahre Gefängnispfarrer und bin nun sechs Jahre für die Landeskirche als Pastor im Übergang unterwegs. Ich habe drei Kinder und wohne mit meiner Frau in Neuss. Während meiner Zeit bei Ihnen fahre ich also jeden Tag hin und her.

Es grüßt Sie herzlich 

Pfarrer Ulrich Pohl